Wilde Bühne e.V. Bremen
Eine ganz normale Schule in einer ganz normalen Stadt irgendwo in Deutschland. Schüler, Eltern, Lehrer – niemandem ist etwas aufgefallen. Aber ab heute ist alles anders. Eine ungeheuerliche Tat ist geschehen. 17 ½ Minuten kalte Wut.
Wie konnte es dazu kommen?
Schüler, Eltern, Lehrer und die Polizei beschreiben Paul als unauffälligen Schüler. Sie versuchen zu erklären, was nicht zu erklären ist. In Monologen und Rückblenden wird die alltägliche Gewalt an Schulen sowie Vernachlässigung, Leistungsdruck und Gewalt in den Familien erlebbar.
Mit dem Theaterstück „17 ½ Minuten Kalte Wut“ und der anschließenden Diskussion nähern wir uns den unterschiedlichen Aspekten von Gewalt, wie Gruppendruck, Mobbing, Faszination von Gewalt, Gewaltphantasien, Amoklauf, aber auch den Aspekten von zarten Gefühlen, wie die eigene Zerbrechlichkeit oder die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.
Dann gehen wir der Fragestellung nach: ,,Was macht mich stark?” und ,,Was brauchen Kinder und Jugendliche, um nicht gewalttätig zu werden?”
Wir hoffen, mit unserem Theaterstück ,,17 ½ Minuten Kalte Wut” neue Sichtweisen auf das Thema Jugendgewalt aufzuzeigen und aktiv zu einer Diskussion darüber beizutragen.
2009 erhielt das Stück den nationalen Förderpreis für den innovativen Ansatz.
Für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren
Präventionsrat Hildesheim
Die junge Rap- und Hip Hop-Formation MIDNIGHT aus Hildesheim bearbeitet excellent unterschiedliche kriminalpräventive Themen der Prävention in ihren Stücken "Amok" (Gegen Gewalt an Schulen) sowie "Geh mit mir" (Opferschutz) bis hin zum melodischen Liebeslied. Die deutschen Texte zum Nachdenken und Anregen der talentierten und bereits regional preisgekrönten Jugendlichen sind für alle Generationen bestimmt. Zudem vermittelt das jugendlich musikalische Lebensgefühl auch lebenswertes Leben. MIDNIGHT verbindet traditionelle Prävention mit Musik.
Für Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahre
Schauspielkollektiv Neues Schauspiel Lüneburg
Inhalt: Das Theaterstück „Erste Stunde“ thematisiert Mobbing und körperliche Gewalt, setzt sich aber direkt mir der Struktur der Gruppe auseinander, vor der gerade gespielt wird, ihrem Gewaltpotenzial, der von ihr ausgehenden Alltagsgewalt und dem leider all zu oft als normal empfundenen Verhältnis von Opfern und Tätern.
Theaterstück: Jürgen Rickert kommt neu in die Klasse.
Diese Situation musste er schon häufig über sich ergehen lassen. Man steht vorne und alle glotzen einen an.
Bisher war er immer der Loser. Der Letzte auf der Bank, das Opfer.
Seine letzte Klasse hatte ihn sogar in der Erdkundevorbereitung eingeschlossen. Eine ganze Nacht lang. Aber Jürgen reicht es, immer einstecken zu müssen. Heute will er den Spieß umdrehen. Er provoziert die Schüler, spricht sie direkt an. „Okay, bringen wir`s hinter uns. Ich gebe euch fünf Minuten…Fünf Minuten, in denen könnt ihr mit mir machen, was ihr wollt.“ Provokant und direkt greift der Klassenzimmer- Monolog mitten in die Gruppendynamik der Klasse ein. Wer schaut weg, lacht mit... Wer reagiert mit Aggression...Die Schüler müssen sich zu dem Neuen verhalten und werden mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit, ihrem eigenen Opfer- und Täterverhalten konfrontiert.
Ein Thema, das im Schulalltag gegenwärtig ist, aber nur schwer verhandelt werden kann.
Für Jugendliche
Ibis e. V., Oldenburg
"Der lange Weg zum Glück" ist ein modernes Musical und Tanztheater; entwickelt und gespielt von Flüchtlingen
Inhalt:
Kann man sich vorstellen was es heißt, seine Heimat aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen verlassen zu müssen und dann ungesichert und allein in einem fremden Land zu sein? Kaum - wenn man nicht selbst in diese Situation kommt.
14 Flüchtlinge aus Afrika vermitteln einen Eindruck in ihre Erfahrungen, wie es packender und authentischer nicht sein kann.
Kofi Bernard aus Burundi musste fliehen, sein Dorf fiel einem Überfall zum Opfer. nun gerät er in die Mühlen der Bürokratie Deutschlands, er muss sich in einer neuen Lebensrealität zurechtfinden, - Sprachschwierigkeiten, das Lagerleben, die Paragraphen und Gesetze,..... es ist ein langer Weg zur Anerkennung, die Musik und der Tanz helfen ihm dabei.
Wir lernen Frau Wichert-Schuhmann kennen, sie ist Sachbearbeiterin im Ausländeramt und täglich mit Flüchtlingsschicksalen konfrontiert.
Dann sind da noch 4 Müllmänner. Sie wissen alles über Müll und sammeln erstaunliche Erkenntnisse über globale Zusammenhänge.
Das Projekt leistet einen Beitrag zur politischen Bildung, es vermittelt die politische und menschliche Realität für Flüchtlinge in Deutschland und stellt einen begeisternden, warmherzigen Kontakt zwischen den Kulturen her!
Ab 11 Jahre
ueTheater, Regensburg
Ziel: Aufklärung über Inhalte und Ziele rechtsextremistischen Gedankenguts, kritische Sensibilisierung gegen rechtsextreme Anschauungen und Verhaltensweisen, Thematisierung von möglichen geschichtlichen Parallelen.
Inhalt: Der authentische Lebenslauf eines Neonazis wird dem einer historischen Figur aus der Weimarer Zeit, der Regensburger Lehrerin Elly Maldaque, gegenübergestellt. Obwohl sie für Menschlichkeit und Menschenrechte eintrat, wurde sie 1930 von "Hakenkreuzlern" denunziert und von der bayerischen Schulbehörde fristlos entlassen. Sie verstarb kaum einen Monat später im örtlichen Nervenkrankenhaus. Der Fall erregte deutschlandweit Aufsehen und wurde unter anderem von Ödön von Horváth und Walter Mehring aufgegriffen. Doch noch heute stößt die Erinnerung in Regensburg auf Widerstand.
Handlung: Ingo wurde wegen einer schweren Straftat eingesperrt. Nach anfänglicher Randale geht er die Stationen seines Lebens durch. Elly sitzt in einem Zimmer im Nervenkrankenhaus, kurz nach ihrer gewaltsamen Einlieferung. Auch sie reflektiert ihr Leben. Die beiden Lebenslinien verweben sich. Aktuelle Bezüge werden hergestellt und Lösungsansätze diskutiert.
Organisationsform: Das Stück kommt mit einfachsten Mitteln aus. Als Requisiten genügen zwei Stühle. Es wurde mittlerweile über hundert Mal an verschiedenen bayerischen Schulen aufgeführt.
Ab 14 Jahre
Polizeidirektion Oldenburg / Pädagogische Puppenbühne (PäPP) Delmenhorst
Mit diesem Projekt nimmt sich die Polizeidirektion Oldenburg einem neuen Präventionsthema in der Grundschule an. Den ”Neuen Medien".
Die Nutzer der sogenannten neuen Medien (Handy, PC, Internet) werden von Jahr zu Jahr jünger. Wenngleich viele der jungen Leute uns Erwachsenen im Umgang mit der Technik weit voraus sind, so müssen sie dennoch an einen moderaten Umgang herangeführt werden. Denn besonders im Internet lauern Gefahren, die unsere Kinder noch nicht überblicken können.
Mit unserem Projekt ”www.netz-dschungel.de" bereiten wir Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe spielerisch auf die Gefahren im Internet vor, so dass sie weitestgehend gefahrlos die durchaus auch positiven Möglichkeiten der neuen Medien sinnvoll nutzen können. Wir schaffen Verständnis dafür, dass ein heutiger Computer nicht nur ein simples Spielgerät, sondern vielmehr ein Kommunikationsmittel ist, welches die Daten in der ganzen Welt verbreitet. Wir vermitteln den Kindern, dass sie keine persönlichen Daten preisgeben sollten. Auch nicht an vermeintliche Freunde. Denn oft weiss man nicht, wer tatsächlich hinter einem Nicknamen steckt. Wer sich als Freund ausgibt, muss noch lange keiner sein. Des weiteren warnen wir davor, dass die einmal im Netz verbreiteten Informationen nie wieder gelöscht werden können.
Ab 9 Jahre
Circophonie, eine Show der Zirkusschule Seifenblase und der IGS Flötenteich, verzaubert Jung und Alt. Mit den Elementen Artistik, Tanz und Theater entsteht ein beeindruckendes Zusammenspiel unterschiedlicher Genres. Die ArtistInnen und Artisten sind zwischen 10 und 22 Jahre alt und haben die Nummern selber entwickelt und umgesetzt. Gezeigt werden neben den klassischen Circusdisziplinen Jonglage, Akrobatik und Seiltanz auch die Lufttechniken Trapez und Vertikaltuch, die seit einiger Zeit im Kinder- und Jugendcircusbereich Einzug gehalten haben.
Die Jugendlichen trainieren ein bis drei Mal wöchentlich. Theater- und Körperarbeit ist ein fester Bestandteil in der IGS Flötenteich Schul AG Zirkus und beim Training der Seifenblase. Die jungen ZirkusartistInnen beeindrucken immer wieder durch ihr positives Körper- bzw. Selbstbewusstsein, ihre Bühnenpräsenz und Spielfreude.
Circus ist Prävention pur, es ist Gesundheitsprävention und fördert die soziale Integration.
Nur zusammen gelingen die Techniken: wenn die Pyramide unten nicht stabil ist, wird sie zusammenbrechen. Alle Gruppenmitglieder müssen gut zusammen trainieren, d.h. Spaß daran haben, gemeinsam etwas zu leisten, an ihren Stärken und Schwächen zielgerichtet arbeiten und "sich gegenseitig aufbauen". Konflikte müssen konstruktiv gelöst werden, um auf der Bühne harmonisch Kunststücke präsentieren zu können.
Für alle Altersgruppen
ParaVida, Institut für angewandte Gewaltprävention
Das ParaVida Präventionstheater kommt mit seinen entsprechenden Themen in die Schulklasse. Die Kinder bleiben im vertrauten Bereich ihrer Umgebung und doch kommt etwas Neues und Spannendes zu ihnen. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Bühnenstücke von ca. 30 Minuten Länge. Es werden keine Hilfsmittel benötigt.
NIMM DIE HAND DA WEG!
Ein Klassenzimmer-Theater zur Prävention gegen sexuellen Missbrauch von Kindern
Das Stück handelt von einem Vater, der in einem Wechselspiel der Gefühle, von lustig über hilflos, bis hin zu aufheiternd oder traurig, von den Veränderungen seines Sohnes erzählt und von seinem erfolglosen Bemühen, zu erfahren warum der Junge plötzlich so schweigsam und zurückgezogen ist. Schließlich gelingt es den beiden, die Sprachlosigkeit und die große Scham zu überwinden. Vater und Sohn können reden…(empfohlen ab der 2. Klasse)
Über den Schauspieler:
Josef Hofmann ist Schauspieler und Theaterpädagoge, Ausbildung an der Hochschule der Künste, Berlin. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit an Theaterhäusern und bei Film und Fernsehen ist er auch immer wieder im Kinder- und Jugendtheater zusehen. Zuletzt als Glatzen-Per bei Ronja Räubertochter am Mannheimer Nationaltheater.
Ab 8 Jahre
Herbartgymnasium Oldenburg

Für alle Altersgruppen
Kuringa Wedding, Berlin, Regie: Bárbara Santos
Bänker, Erzieherinnen, Ministerpräsidenten und Ministerinnen zerbrechen sich die Köpfe und besetzen den öffentlichen Raum mit ihren Reden über Integration im heutigen Deutschland. Jetzt ergreifen junge Berliner/innen das Wort und erklimmen die Bühne, um auszudrücken, was sie darüber denken und um neue Räume für eine Diskussion zu erobern, an der alle teilnehmen können.
Premiere: 1. Dezember 2010, Berlin-Wedding
Samir ist einer dieser jungen Berliner, Sohn von Einwanderern, geboren im Wedding, der täglich mit Problemen aufgrund seines Äußeren konfrontiert wird, dass ihn in den Augen vieler als “Ausländer” klassifiziert. Der Junge fragt sich, welche Beziehung er zu dem Land hat, in dem er geboren ist und nun schon 16 Jahre lebt. Die Diskussionen über Integration und die Zukunft Deutschlands verlassen die Zeitungsseiten und Fernsehbildschirme und erscheinen mitten im Klassenzimmer, neue Fragen mit sich bringend, für Samir, seine Kollegen und während der Forumsession auch für das Publikum.
Das Forumtheater ist die Repräsentation eines realen Problems, aufgeführt als offene Frage an das Publikum, welches im Anschluss eingeladen ist, die Bühne zu betreten und konkrete Alternativen zur Veränderung der inszenierten Realität auszuprobieren.
Ab 14 Jahre
Förderverein Süd / Hauptschule Kreyenbrück
mystory sind jugendliche Rapper mit Migrationshintergrund aus dem Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück.
Rap (Sprechgesang), ist seinen Ursprüngen nach eine afroamerikanische Jugend- und Kulturbewegung, die, aus den Gettos stammend, in ihrem sozialen Umfeld nach anderen Ausdrucksmitteln als denen der Gewalt gesucht haben. Hier knüpft die soziale Wirklichkeit der Jugendlichen in Kreyenbrück an.
Angesprochen sind sowohl Jugendliche, mit oder ohne Migrationshintergrund, die schon über Erfahrungen im Rap verfügen, als auch die, die gerne einmal ausprobieren möchten Texte zu schreiben, aufzunehmen und sich auf der Bühne zu präsentieren.
Die Vielfalt der Texte umfasst alles, was Jugendliche interessiert.
Sie schreiben Liebestracks, berichten von den Krisen in ihrer Heimat und das Dilemma, in dem sie stecken, in zweierlei Welten zu leben. Sie kritisieren ihre gesellschaftliche Realität, als Außenseiter dazustehen, sie idealisieren ihre eigene Art und Weise damit umzugehen, berichten von ihren Gesetzen auf der Straße, ihrer Moral, ihren Träumen, Hoffnungen, Glauben, Zweifeln, - kurz alles was Jugendliche bewegt.
Die Gruppe umfasst einen Stamm von ca.14 Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren, sie treten als Einzelinterpreten aber auch als Formationen mit bis zu 5 Akteuren auf.
Für Jugendliche
Polizeipräsidium Bochum
Die Dienststelle Kriminalprävention/Opferschutz des PP Bochum installierte im Jahre 2004 den „Arbeitskreis Städtebauliche Kriminalprävention“ (Polizei, Stadt Bochum, Immobiliengesellschaft)
Ziel dieses AK ist es, gemeinsam durch städtebaulich kriminalpräventive Konzepte, diverse Hochhaussiedlungen aus den 70 er Jahren im Stadtgebiet Bochum attraktiver zu machen, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen und Straftaten im öffentlichen Raum einzudämmen.
Mit dem „Modellprojekt Sonnenleite“ begann der AK 2005 seine Arbeit und wurde 2008 dafür mit dem „Landespreis für Innere Sicherheit“ ausgezeichnet.
Seit Mai 2009 Bochum beschäftigt sich der AK mit dem Projekt Laerheide/ Hustadt.
Hierbei handelt es sich um ein Wohngebiet unweit des Universitätsgeländes der Ruhr-Universität-Bochum. Besitzer ist die dänische Tower Group.
Das Wohngebiet aus den 70er Jahren wurde völlig desolat von der Tower Group übernommen. Dunkle Ecken, verschmutzte öde Fassaden, Unrat und Schmutz auf öffentlichen Wegen und Plätzen, Graffitis an Hauswänden, verwilderter Grünbestand, hohe Leerstände, hoher Anteil von Sozialmietern, meist mit Migrationshintergrund, Unsicherheitsgefühle der Einwohner pp. kennzeichnen die klassischen Probleme dieses Quartiers.
Als Teilprojekt dieses städtebaulich kriminalpräventiven Projektes wird der AK nun mit Kindern und Jugendlichen aus dem Wohngebiet ein RAP-Projekt durchführen, um die Kinder/Jugendlichen in sinnvolle Aktivitäten einzubinden.
Es wird durch das Jugendamt der Stadt Bochum und die Tower Group finanziert. Die Firma X-Vision bildet die Kinder und Jugendlichen in Tanz und Gesang aus.
Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre